Der größte Auftragsfertiger für Computerchips, TSMC aus Taiwan, will in den nächsten Jahren bis zu 265 Milliarden Dollar in den USA investieren – und hat im letzten Quartal Rekordgewinne gemacht.
TSMC ist der Konzern, der für viele andere Firmen die winzigen Hochleistungschips herstellt, die zum Beispiel in Smartphones, Spielkonsolen oder KI-Rechenzentren stecken. Jetzt hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass es seine Investitionen in den USA deutlich erhöht – von 165 auf bis zu 265 Milliarden Dollar. Das Geld fließt vor allem in den Bundesstaat Arizona, wo schon eine erste Chipfabrik läuft und weitere Werke geplant sind. Konzernchef C.C. Wei erklärte, die Nachfrage sei so groß, dass sie das Angebot bei Weitem übersteige und TSMC an seine Kapazitätsgrenzen stoße.
Gleichzeitig legte TSMC sehr starke Geschäftszahlen vor. Der Gewinn stieg im zweiten Quartal um 77 Prozent auf rund 19 Milliarden Euro, der Umsatz wuchs um 36 Prozent auf knapp 35 Milliarden Euro. Hauptgrund ist der aktuelle KI-Boom: Firmen wie Nvidia, AMD und Apple kaufen massenhaft Chips, um KI-Modelle zu trainieren und riesige Rechenzentren zu betreiben. Wei sagte voraus, dass diese Nachfrage wahrscheinlich bis 2029 oder 2030 sehr stark bleiben wird. Er sieht darin den Beginn einer "neuen KI-Industrie".