Eine Frau wurde in einem kleinen Freibad in Tirol aus dem Wasser geschickt, weil sie einen Burkini trug – sie fühlt sich diskriminiert.
Was ist passiert? Im Naturbad Badino in Vorderhornbach in Tirol ist eine Frau mit Burkini ins Wasser gegangen. Der Bademeister – er ist gleichzeitig Bürgermeister des Ortes – hat sie sofort wieder hinausgebeten. Er sagte, das liege an den Hygiene-Regeln des Bades. Die Frau war mit ihren zwei Kindern dort, die normale Badekleidung trugen. Als sie sich wehrte und ankündigte, den Fall öffentlich zu machen, durfte sie das Bad verlassen und bekam ihr Geld zurück. Ihr Sohn drohte dem Bademeister, schlug aber nicht zu.
Wer hilft oder kann helfen? Medien wie die Tiroler Tageszeitung haben über den Vorfall berichtet. Bei solchen Streitfällen kann man sich an die Gemeinde, die Bezirkshauptmannschaft oder Anti-Diskriminierungs-Stellen wenden. Auch die Politik beschäftigt sich regelmäßig mit der Frage, wie Schwimmbäder mit religiöser Kleidung umgehen sollen.
