Die Bundeswehr prüft, ob sie in einige alte Kasernen in Deutschland zurückkehrt – eine davon steht in Boostedt in Schleswig-Holstein.
Das Verteidigungsministerium hat acht frühere Bundeswehr-Standorte ausgewählt, die für die Truppe wieder wichtig werden könnten. Einer davon ist die Rantzau-Kaserne in Boostedt im Kreis Segeberg. Die anderen liegen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. In Cuxhaven in Niedersachsen wird außerdem ein weiterer möglicher Standort im Norden geprüft.
Was bedeutet das für Boostedt? Die alte Kaserne wird im Moment als Unterkunft für Geflüchtete genutzt, und es gibt dort eine Schule für den Justizvollzug. Ende Juni hat das Land gesagt, dass das Gelände ab dem nächsten Jahr nur noch im Reservebetrieb laufen soll. Ob die Bundeswehr dort wirklich Soldaten stationiert, ist aber noch nicht entschieden.
In Schleswig-Holstein schaut sich die Bundeswehr insgesamt 13 weitere Orte an, zum Beispiel eine Fläche in Flensburg, einen alten Flugplatz bei Uetersen und frühere Bundeswehr-Schulen in Kiel. Es werden jetzt Gespräche zwischen dem Bund, dem Land und den Kommunen geführt. Erst danach steht fest, was sich in Boostedt wirklich ändert.
