Die 630 Abgeordneten im Bundestag haben sich freiwillig gegen eine Gehaltserhöhung entschieden, die ihnen eigentlich automatisch zugestanden hätte.

Was ist passiert? Normalerweise steigen die Bezüge der Bundestagsabgeordneten jedes Jahr am 1. Juli automatisch – so ähnlich wie eine kleine Lohnrunde. Diesmal haben sich die Abgeordneten aber selbst gesagt: Wir lassen die Erhöhung ausfallen. Der Grund: Die Wirtschaftslage ist schwierig, und viele Menschen merken das an steigenden Mieten und Spritpreisen. Deshalb fanden sie eine Erhöhung in diesem Jahr nicht passend.

Wie funktioniert das normalerweise? Seit 2014 gibt es eine Regel, die die Bezüge an die allgemeine Lohnentwicklung koppelt. Letztes Jahr sind die Löhne in Deutschland um 4,2 Prozent gestiegen. Wäre die Regel normal gelaufen, hätten die Abgeordneten fast 500 Euro mehr pro Monat bekommen – nämlich 12.330 Euro statt 11.833 Euro. In diesem Jahr bleibt es also bei den 11.833 Euro.