In Baden-Württemberg sollen Schülerinnen und Schüler ab der dritten Klasse bei den Bundesjugendspielen bald wieder richtig um Medaillen laufen, springen und werfen.

Was ist passiert? Der neue Kultusminister von Baden-Württemberg, Andreas Jung von der CDU, hat gesagt: Ab dem nächsten Schuljahr sollen die Bundesjugendspiele wieder mehr wie ein echter Wettkampf sein. Das heißt konkret: Ihr ab der dritten Klasse lauft 50 Meter, springt in die Weitsprunggrube und werft den Schlagball. Für eure Leistungen gibt es Urkunden in Gold, Silber und Bronze - und alle bekommen nach den gleichen Regeln bewertet. Jung findet: "Die Bundesjugendspiele im Land sollen Raum für Bewegung geben und die Freude am Wettkampf stärken."

Der Hintergrund: Vor etwa fünf Jahren wurden die Spiele umgestellt. Es gab keine Zeitmessung mit der Stoppuhr und keine Zentimeter mit dem Maßband mehr, sondern Punktezonen. Die Bundesländer hatten mehr Freiheiten bekommen, damit der Spaß wichtiger wurde als der Druck. Viele Schulen haben das genutzt, einige fanden die neuen Regeln aber zu unübersichtlich. Innenminister Manuel Hagel, der auch CDU-Landeschef in Baden-Württemberg ist, unterstützt die Pläne: "Kinder wollen sich doch miteinander messen - bei Sport und Spiel."