Zwei Brüder aus Oelde haben vor Gericht zugegeben, Bauteile an Russland verkauft zu haben, obwohl das wegen des Ukraine-Kriegs verboten war.
Die beiden Brüder sind 34 und 39 Jahre alt und führen gemeinsam eine Firma für Anlagenbau im Münsterland. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, in 65 Fällen Maschinenteile nach Russland geliefert zu haben, obwohl die EU wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine strenge Sanktionen verhängt hatte. Insgesamt geht es um Waren im Wert von über 830.000 Euro.
Damit man die Lieferungen nicht so leicht entdeckt, sollen die Teile über Briefkastenfirmen in Kirgisistan und in der Türkei geschickt worden sein. Briefkastenfirmen sind Firmen, die nur auf dem Papier existieren und als Zwischenstation dienen. Von dort aus seien die Bauteile weiter nach Russland gelangt.
Vor Gericht haben die Brüder alles zugegeben. Das Geständnis war Teil einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft: Im Gegenzug für das Geständnis soll das Strafmaß bei höchstens vier Jahren und acht Monaten Gefängnis liegen. Wann genau das Urteil fällt, steht noch nicht fest.
