Mehr als 50 Abgeordnete in Großbritannien wollen, dass die russische Serie "Mascha und der Bär" dort nicht mehr im Fernsehen und auf Netflix läuft.
Die Serie "Mascha und der Bär" kennen viele von dir vielleicht von YouTube oder aus dem Fernsehen, zum Beispiel von KiKA. Sie zeigt ein Mädchen namens Mascha, das mit einem Bären Abenteuer erlebt. Die Sendung basiert auf einem alten russischen Märchen und ist weltweit sehr beliebt, eine kurze Folge wurde auf YouTube schon mehr als 4,5 Milliarden Mal angeklickt.
Jetzt haben sich Politikerinnen und Politiker in Großbritannien die Serie genauer angeschaut. Mehr als 50 von ihnen aus verschiedenen Parteien haben einen Brief an die Kulturministerin Lisa Nandy geschrieben. Sie wollen, dass die Sendung im Vereinigten Königreich nicht mehr ausgestrahlt wird. Der Grund: In manchen Folgen trägt Mascha eine alte sowjetische Militärmütze oder eine Mütze, die an den sowjetischen Geheimdienst NKVD erinnert. Die Politikerinnen und Politiker finden das problematisch, weil sie darin eine Art Propaganda sehen.
Sie glauben, dass solche Bilder für Kinder nicht passen, weil der NKVD in der Geschichte für schlimme Taten verantwortlich war. Der estnische Außenminister Margus Tsahkna sagte, die Serie sei Teil einer "Soft-Power-Strategie des Kremls", also einer Strategie, mit der Russland Einfluss nehmen will. Auch die Ukraine und andere Länder sehen das kritisch. Russische Staatsmedien und das Produktionsstudio weisen die Vorwürfe zurück und sagen, sie hätten nie Geld vom Staat bekommen.
