In Brandenburg startet bald eine Kampagne, die Menschen in Baumärkten darüber informiert, dass Mähroboter für Igel gefährlich werden können.

Stell dir vor, du bist abends draußen im Garten – und ein Igel läuft vorbei. Genau in dieser Zeit sind Igel nämlich meistens wach, weil sie auf Futtersuche gehen. Genau dann sind aber auch viele Mähroboter unterwegs. Die kleinen Roboter können den Igeln schlimme Verletzungen zufügen oder sie sogar töten. Deshalb hat das Verbraucherschutzministerium in Brandenburg jetzt eine Kampagne gestartet.

Ab Ende Juni sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Baumärkten geschult werden, damit sie Käuferinnen und Käufer von Mährobotern auf das Risiko hinweisen. In den Märkten hängt dann ein Poster mit dem Spruch „Dein Einsatz für Igel". Es geht also nicht um ein Verbot, sondern darum, dass die Menschen verstehen, was ihre Geräte anrichten können.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) haben in einer Studie gezeigt, dass Mähroboter ein ernstes Problem für Igel sind. Deshalb wird der Westeuropäische Igel seit Oktober 2024 auf der Roten Liste als „potenziell gefährdet" eingestuft. Einige Städte wie Cottbus haben deshalb schon nachts Fahrverbote für Mähroboter erlassen.