Eine wichtige Autobahnbrücke in Bonn ist plötzlich gesperrt – das betrifft viele Menschen in der Region.

Was ist passiert? Auf der Autobahn A565 bei Bonn fährt gerade kein Auto und kein Lastwagen mehr über die Nordbrücke. Grund: Fachleute haben Risse im Beton und rostigen Stahl im Inneren der Brücke gefunden. Die Autobahn GmbH hat das Bauwerk deshalb am Mittwochnachmittag sofort dichtgemacht. Auch der Geh- und Radweg ist aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Brücke ist 660 Meter lang, stammt aus den 1960er Jahren und wird täglich von sehr vielen Autos und Lkw genutzt – vor einem Lkw-Verbot im Februar sogar von rund 100.000 Fahrzeugen am Tag. Wie lange die Sperrung dauert, ist noch unklar. Die Expertinnen und Experten brauchen etwa zwei Wochen, um den Zustand der Brücke genau zu prüfen.

Wer hilft? Viele Stellen arbeiten zusammen, um die Lage in den Griff zu bekommen. Die Autobahn GmbH hat die Brücke zur „Priorität Nummer eins in NRW“ erklärt und prüft, ob das Bauwerk vielleicht doch teilweise genutzt werden kann. Verkehrsminister Oliver Krischer betont, dass die Sicherheit der Menschen immer vorgeht. Der Bonner Oberbürgermeister Guido Déus hat einen Krisenstab „Nordbrücke“ einberufen. ADAC und Industrie- und Handelskammer schauen, wie der Verkehr umgeleitet werden kann, und haben Ausweichrouten über die A3 und die A61 vorbereitet. Brückenexperte Heinrich Bökamp erklärt im Fernsehen, was an alten Brücken eigentlich kaputtgeht – damit alle verstehen, warum so eine Sperrung nötig sein kann.