Eine der wichtigsten Autobahnbrücken in der Region Bonn ist seit Mittwoch komplett gesperrt – weil bei einer Kontrolle schwere Schäden am Beton und am Stahl entdeckt wurden.
Was ist passiert? Die Nordbrücke in Bonn führt über den Rhein und gehört zur Autobahn A565. Täglich sind dort normalerweise etwa 100.000 Autos und Lastwagen unterwegs. Bei einer Routinekontrolle haben Fachleute jedoch Risse im Beton und rostende Stahlteile im Inneren der Brücke entdeckt. Damit die Brücke nicht weiter beschädigt wird, hat die Autobahn GmbH sie am Mittwochnachmittag komplett gesperrt – auch für Radfahrer und Fußgänger. Wie lange das so bleibt, weiß gerade niemand genau. Erste Ergebnisse soll es in etwa zwei Wochen geben.
Wer kümmert sich darum? Viele Menschen arbeiten gerade daran, die Situation in den Griff zu bekommen. Die Autobahn GmbH prüft mit mehreren Expertinnen und Experten, ob die Brücke repariert werden kann oder ob sie dauerhaft gesperrt bleiben muss. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat sich die Brücke am Freitag persönlich angeschaut und gesagt, die Situation habe für ihn „absolute Priorität“. In Bonn hat Oberbürgermeister Guido Déus eine eigene „Task Force Nordbrücke“ gegründet. Auch die Industrie- und Handelskammer, der ADAC und die Handwerkskammer melden sich zu Wort und fordern, dass schnell etwas passiert.
