In Potsdam wird eine alte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft – deshalb müssen rund 6.500 Menschen am Dienstag (14. Juni 2026) ihre Wohnungen verlassen.
Was ist passiert? In Potsdam, direkt am Hauptbahnhof, wurde eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Bomben aus dieser Zeit liegen noch immer in vielen deutschen Städten im Boden. Damit bei der Entschärfung nichts passiert, richtet die Stadt einen Sperrkreis mit einem Radius von etwa 700 Metern ein. Dort dürfen bis 8.30 Uhr morgens keine Menschen mehr sein. Auch der Landtag, mehrere Ministerien, eine Schule, eine Kita und Pflegeheime liegen in dem Bereich und müssen geräumt werden. Züge, S-Bahnen, Straßenbahnen und Busse fahren dort für einige Stunden nicht.
Wer hilft? Viele Organisationen arbeiten zusammen, damit die Evakuierung reibungslos läuft. Die Stadt hat eine Sporthalle als Treffpunkt für Betroffene eingerichtet – sie ist ab 8.00 Uhr geöffnet. Pflegeheime verteilen ihre Bewohner auf andere Häuser in Potsdam, schwerstpflegebedürftige Menschen werden im Krankenhaus versorgt. Die Kita Havelblick bringt ihre Kinder in anderen Kindergärten unter. Der Sprengmeister Mike Schwitzke übernimmt die eigentliche Entschärfung und sagt, das sei für ihn „Tagesgeschäft" – also etwas, das er schon oft gemacht hat. Er will den Zünder mit der Hand herausdrehen und die Bombe dann abtransportieren lassen.
