Nach einem kurzen Freudensprung an den Aktienmärkten wegen eines neuen Abkommens zwischen den USA und dem Iran ist die Stimmung an den deutschen Börsen am Dienstag wieder ruhiger geworden.
Am Montag hatten die Kurse weltweit kräftig zugelegt, nachdem ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran bekannt geworden war. Die Idee dahinter: Weniger Spannungen im Nahen Osten könnten den Ölpreis drücken und die Inflation bremsen. An der Wall Street schaffte es der Dow Jones auf ein Rekordhoch, und Tech-Aktien wie Marvell und Micron sprangen zweistellig nach oben. Auch der Dax hatte zeitweise die 25.000-Punkte-Marke überschritten, also einen Wert, auf den Anlegerinnen und Anleger seit Längerem schauen.
Am Dienstag war die Begeisterung aber schon wieder etwas verflogen. Der Broker IG rechnete vor Handelsstart mit einem Dax knapp 0,2 Prozent im Minus bei 24.855 Punkten. Viele Marktbeobachterinnen und -beobachter erinnerten daran, dass das Abkommen bisher nur ein Entwurf ist. Ob daraus wirklich eine dauerhafte Lösung wird, hängt aus ihrer Sicht von weiteren Verhandlungen, der Zustimmung in den USA und der Lage im Libanon ab.
