Die Wiener Handelsplattform Bitpanda erlaubt es seit dem 8. Juli 2026, mit geliehenem Geld auf Aktien und ETFs zu spekulieren – mit bis zu zwanzigfachem Hebel.

Was ist passiert? Bitpanda hat ein neues Produkt gestartet: Du kannst dort Aktien, ETFs und ETCs mit einem Hebel von bis zu 20x handeln. Heißt: Wenn du 500 Euro eigenes Geld einsetzt, kontrollierst du damit eine Position von 10.000 Euro. Klingt nach viel – ist aber tückisch. Fällt der Kurs nur um fünf Prozent, ist dein kompletter Einsatz weg. Und es gibt kein Sicherheitsnetz: Du kannst sogar mehr verlieren als deine 500 Euro, weil auf den geliehenen Betrag weiter Gebühren laufen. Bevor du das Produkt nutzen kannst, musst du einen Test zu Hebel, Margin und Liquidation bestehen. Eine Beratung bekommst du nicht, das Ganze läuft "execution only".

Wer hilft dir, den Überblick zu behalten? Bitpanda selbst weist in seinen Risikohinweisen ausdrücklich auf ein "Risiko über den Totalverlust hinaus" hin und verlangt einen Angemessenheitstest. In Österreich und Deutschland übernimmt die Plattform die steuerliche Abwicklung. Wenn du unsicher bist, wie so ein Hebel funktioniert, helfen dir Verbraucherzentralen, unabhängige Finanzbildungs-Angebote oder Schulberatungen weiter. Wichtig ist auch: Der Aktienhandel läuft über die regulierte Bitpanda Financial Services GmbH, das Margin-Geschäft und die Leihe des Euro-Stablecoins EURCV laufen dagegen über die nicht regulierte Bitpanda GmbH – das ist eine wichtige Unterscheidung.