Der Bitcoin hat zwischenzeitlich weniger als 59.000 Dollar gekostet – so wenig wie seit Oktober 2024 nicht mehr.

Stell dir vor, du hast letzten Oktober ein digitales Bild für 126.000 Dollar gekauft und heute bekommst du nur noch rund 60.000 Dollar dafür. Genau das ist gerade mit dem Bitcoin passiert: Die älteste und bekannteste Kryptowährung ist auf der Plattform Bitstamp im Handelsverlauf bis auf gut 59.000 US-Dollar abgerutscht und erreichte damit den tiefsten Stand seit Oktober 2024. Im Laufe des Tages fiel die größte Kryptowährung zeitweise um mehr als fünf Prozent auf rund 59.000 Dollar, erholte sich dann wieder etwas auf etwas mehr als 60.000 Dollar. Vom Allzeithoch bei gut 126.000 Dollar im vergangenen Oktober ist der Kurs inzwischen rund 52 Prozent entfernt. Seit Jahresbeginn hat Bitcoin damit etwa ein Drittel an Wert verloren.

Warum geht es gerade bergab? Die USA und der Iran streiten sich, das Öl wird teurer und die Chefs der US-Notenbank Fed denken laut darüber nach, die Zinsen vielleicht sogar zu erhöhen. Steigende Ölpreise infolge der Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben die Inflationssorgen neu entfacht. Mehrere Notenbanker der US-Notenbank Fed sind daraufhin von Andeutungen über Zinssenkungen abgerückt, einzelne brachten sogar mögliche Zinserhöhungen ins Spiel. US-Notenbankchef Kevin Warsh hatte bei seinem ersten Auftritt als Vorsitzender der Fed die Bedeutung der Preisstabilität besonders hervorgehoben. An den Finanzmärkten wurde dies als Hinweis für eine mögliche Zinserhöhung im weiteren Verlauf des Jahres gedeutet. Riskante Vermögenswerte wie Kryptowährungen leiden derzeit ebenso wie die Edelmetalle Gold und Silber unter den zuletzt nach oben geschraubten US-Zinserwartungen, da diese Anlagen allesamt keine Zinsen abwerfen.