Ab 2032 fahren in Berlin viele neue S-Bahnen auf der Stadtbahn und der Nord-Süd-Strecke, gebaut von Stadler und Siemens.
Stell dir vor: Du steigst in eine S-Bahn und kannst dein Handy direkt am Platz aufladen. Genau das soll ab 2032 in Berlin möglich sein. Dann kommen 350 neue Halbzüge mit 1.400 Wagen, die mehr Platz für Fahrräder haben, barrierefrei sind und USB-C-Steckdosen an jedem Doppelsitz bieten. Gebaut werden sie von den beiden Herstellern Stadler und Siemens Mobility.
Der Auftrag ist riesig: Er umfasst Beschaffung, Betrieb und Instandhaltung und hat ein Volumen von rund 15 Milliarden Euro. Der Verkehrsvertrag läuft 15 Jahre, die Wartung sogar 30 Jahre. Damit gehört der Vertrag zu den größten Nahverkehrs-Aufträgen in Deutschland. Die neuen Züge ersetzen nach und nach die alten Modelle der Baureihen 480 und 481, die dann außer Dienst gehen.
Weil die alten Züge noch bis 2032 im Einsatz bleiben, müssen sie vorher gründlich in der Werkstatt überholt werden. In Fredersdorf entsteht dafür bis spätestens 2032 ein neues Instandhaltungswerk. Während dieser Zeit kann es auf einigen Linien – vor allem S1 und S5 – zu Einschränkungen kommen, weil einzelne Züge fehlen. Das Verkehrsangebot sinkt laut Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) vorübergehend um 0,5 Prozent.
