In den Ötztaler Alpen ist ein Alpinist beim Abstieg vom Berg in eine versteckte Spalte im Gletscher gestürzt und konnte unverletzt gerettet werden.

Zwei Freunde aus Österreich waren am Montag nach dem Aufstieg auf die Hintere Schwärze wieder auf dem Weg nach unten. Dabei mussten sie ein Stück Gletscher überqueren, den Marzellferner. Sie waren mit Seil verbunden, weil das auf Gletschern wichtig ist: Wenn einer in eine Spalte rutscht, kann der andere ihn halten.

Plötzlich gab der Schnee unter einem der beiden Männer nach. Der 51-Jährige fiel rund acht Meter tief in eine Gletscherspalte. Sein Begleiter alarmierte sofort die Rettung. Dann hieß es: warten und hoffen, dass alles gut ausgeht.

Zum Glück kam schnell Hilfe: Zehn Bergretter aus Sölden, ein Rettungshubschrauber und ein Polizeihubschrauber machten sich auf den Weg. Die Besatzung des Hubschraubers „Martin 8" konnte den Mann aus der Spalte ziehen.

Das Ergebnis: Der Alpinist hatte keine Verletzungen. Auch sein 53-jähriger Begleiter blieb unverletzt. Beide konnten die Tour selbstständig fortsetzen.

So ein Unfall zeigt, warum man auf Gletschern immer gut vorbereitet sein sollte: Seil, Ausrüstung und ein Begleiter, der im Notfall schnell Hilfe rufen kann.