Immer noch ist König Ludwig II. für viele Menschen in Bayern etwas Besonderes – deshalb gab es jetzt ein Wochenende voller Feiern zu seinen Ehren.

Vor rund 140 Jahren ist König Ludwig II. gestorben. Damals war er 40 Jahre alt. Schon damals war er berühmt für seine riesigen Schlösser, und noch heute kommen jedes Jahr Hunderttausende Menschen, um sie zu besichtigen. Im bayerischen Dialekt nennen viele ihren König liebevoll „Kini".

Weil der „Kini" so wichtig für Bayern ist, hat das Land am Wochenende richtig gefeiert. In München wurde an einer Brücke ein neues Denkmal enthüllt – eine Art Statue, die an ihn erinnern soll. Ministerpräsident Markus Söder war dabei und sagte, Ludwig habe nicht nur schöne Schlösser gebaut, sondern auch eine wichtige Universität mitgegründet: die Technische Universität München.

Auch am Starnberger See gab es ein großes Treffen. Dort, ganz in der Nähe der Stelle, wo Ludwig damals gestorben ist, fand ein Gottesdienst statt. Rund 1.000 Menschen kamen, viele in Tracht – das sind die traditionellen bayerischen Kleider – oder in Uniform. Sie legten Blumen an einem Kreuz am Seeufer nieder und sangen am Ende zusammen die bayerische Hymne. Königstreue Vereine aus ganz Bayern waren extra angereist, um gemeinsam an den „Märchenkönig" zu erinnern.