Der Chemieriese BASF hat vor rund 100 Tagen ein riesiges neues Werk in China eröffnet – und zieht jetzt eine erste Bilanz.
In Zhanjiang im Süden Chinas hat BASF ein riesiges Chemiewerk gebaut. Es kostete 8,7 Milliarden Euro, beschäftigt rund 2.000 Leute und stellt mehr als 30 verschiedene Produkte her, darunter auch Dinge, die in der Auto- und Kunststoffindustrie gebraucht werden. Normalerweise rechnen große Firmen im ersten Jahr mit Verlusten, doch das neue Werk lief schneller gut als gedacht: Schon nach fast zwei Monaten schrieb es schwarze Zahlen. Der BASF-Finanzvorstand Dirk Elvermann nannte das "wirklich ganz spektakulär". Das Werk wurde sogar planmäßig fertig und blieb unter dem geplanten Budget – das ist bei so großen Bauprojekten selten.
Weniger gut läuft es am Stammsitz Ludwigshafen in Deutschland. Dort will BASF eigentlich Geld verdienen, doch das Werk schreibt aktuell Verluste. Die Belegschaft ist in den letzten Jahren geschrumpft: Statt 33.370 Mitarbeitern Ende 2024 arbeiten dort heute nur noch rund 30.000. Elvermann macht klar, dass weitere Stellen wegfallen werden, weil Maschinen und Computer mehr übernehmen. Er sagt aber auch, dass er bei den Mitarbeitern in Ludwigshafen viel Zusammenhalt und Teamgeist spüre – alle ziehen mit, um das Werk wieder profitabel zu machen.
