Forschende in Magdeburg füllen Bauteile von Elektroautos mit Krümeln aus alten Reifen – und machen die Autos leiser.

Elektroautos sind viel leiser als Benziner. Das klingt erst mal gut. Aber weil der laute Motor fehlt, hört man plötzlich andere Geräusche: ein hohes Summen, Pfeifen oder Sirren aus der Elektronik im Innenraum. Diese Töne empfinden viele Leute als nervig.

Ein Team der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat eine Idee: Sie nehmen kleine Krümel – Fachleute sagen Granulat – aus alten Autoreifen und füllen damit die Hohlräume in Bauteilen rund um die Elektronik. Die Krümel bewegen sich darin wie Sand in einer Rassel und schlucken die Schwingungen, bevor man etwas hört.

Im Labor hat das gut funktioniert: Die Geräusche wurden im Schnitt um 6,5 Dezibel leiser, bei manchen Bauteilen sogar um fast 10. Damit klingt das Surren nur noch ungefähr halb so laut wie vorher. Die Idee ist nicht ganz neu – in Windkraftanlagen wird das Prinzip schon genutzt.