In der Nacht hat ein Schwerlasttransporter den sechsten Castor-Behälter mit Atommüll aus dem stillgelegten Forschungsreaktor Jülich ins Zwischenlager Ahaus gebracht.
Was ist passiert? Stell dir vor, ganz viel strahlendes Material liegt in einer alten Forschungsanlage in Jülich bei Aachen. Dieses Material – rund 300.000 kleine Brennelemente-Kugeln – wird jetzt in speziellen, extra dicken Behältern, sogenannten Castor-Behältern, an einen anderen Ort gebracht. Sechsmal hat das jetzt schon geklappt, immer nachts, immer unter großem Polizeischutz. Der letzte Behälter kam ohne Zwischenfälle in Ahaus im Münsterland an.
Warum passiert das? In Jülich war der alte Lagerplatz nicht mehr erlaubt, weil die Genehmigung abgelaufen ist. Deshalb hat die Behörde angeordnet, dass das Material nach Ahaus umziehen muss. Dafür braucht man eine Transportgenehmigung – die wurde im August 2025 erteilt. Insgesamt sollen 152 Behälter über Jahre hinweg von Jülich nach Ahaus fahren. Der sechste ist also erst der Anfang einer langen Reihe.
