Argentinien hat England im WM-Halbfinale mit 2:1 geschlagen – und danach mit einem Banner über die Falklandinseln für Diskussionen gesorgt.

Was ist passiert? Argentinien und England haben in Atlanta im Halbfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft gegeneinander gespielt. Argentinien hat gewonnen, 2:1. Direkt nach dem Spiel haben zwei argentinische Spieler ein großes Transparent hochgehalten. Darauf stand auf Spanisch: „Las Malvinas son argentinas“ – auf Deutsch: „Die Malwinen sind argentinisch“. Die Malwinen sind die Inseln, die in Argentinien so heißen und im Rest der Welt Falklandinseln genannt werden. Argentinien und Großbritannien streiten sich seit Jahrzehnten darum, wem die Inseln gehören.

Wer hilft, die Lage zu entschärfen? Vor dem Spiel haben der argentinische Präsident Javier Milei und Trainer Lionel Scaloni gesagt, Politik und Sport sollten getrennt bleiben. Milei hat im Radio gesagt, die Inseln solle man mit „kluger Diplomatie“ zurückbekommen, nicht mit „billigen patriotischen Gesten“. Auch die FIFA als Weltfußballverband hat Regeln: Auf dem Spielfeld sind politische und religiöse Botschaften verboten. Die FIFA prüft nun, ob Argentinien bestraft wird – zum Beispiel mit einer Geldstrafe. Präsident Milei hat außerdem erklärt, dass Argentinien es geschafft habe, dass die Vereinten Nationen Großbritannien zu Gesprächen zwingen wollen.