In Nepal werden Arbeiter vermisst, die in tiefen Stollen für Wasserkraftwerke gearbeitet haben – Polizei und Helfer suchen fieberhaft.

In Nepal sind Arbeiter in langen, engen Stollen von Wasserkraftwerken verschwunden. Diese Tunnel werden tief in den Berg gebaut, damit Wasser durch sie fließen kann und Strom erzeugt wird. Die Rettungsteams arbeiten rund um die Uhr, kommen aber nur langsam voran, weil die Stollen eng, dunkel und teils einsturzgefährdet sind. Manche Bereiche haben kaum Sauerstoff. Für die Familien ist die Lage sehr belastend, weil sie oft tagelang keine Nachricht bekommen.

Die Polizei, Rettungsdienste und die Firmen, die die Stollen gebaut haben, suchen gemeinsam nach den Vermissten. Auch Fachleute aus dem Ausland haben ihre Hilfe angeboten. Vor jeder Bestattung nehmen die Behörden DNA-Proben, also winzige Spuren aus dem Körper, und machen Fotos. So können Familien ihre Angehörigen später erkennen, auch wenn die Bergung schwierig ist. Außerdem wird genau aufgeschrieben, wo jemand begraben wurde. Es gibt zudem Hotlines, über die Verwandte Informationen bekommen können. Die Regierung hat eine Untersuchung gestartet, um zu prüfen, ob Sicherheitsregeln eingehalten wurden.