Bei einer Explosion in Monaco wurden ein Unternehmer, seine Partnerin und ihr Sohn verletzt – die Hauptverdächtige ist jetzt tot.
In Monaco hat es einen Bombenanschlag gegeben. Eine Frau soll in der Wohnung eines reichen ukrainischen Unternehmers einen Rucksack mit Sprengstoff versteckt und die Bombe dann aus der Ferne gezündet haben. Der Unternehmer wurde lebensgefährlich verletzt, seine Partnerin verlor beide Beine, und auch der 13-jährige Sohn der beiden wurde verletzt.
Die Frau hieß Anastasia Beresowskaja und war 39 Jahre alt. Sie war nach dem Anschlag zuerst nach Frankreich und dann nach Deutschland geflohen, wo sie zuletzt im Main-Taunus-Kreis in Hessen lebte. Dort hatten deutsche Ermittler ihre Wohnung durchsucht, sie aber nicht mehr dort gefunden.
Die Polizei in mehreren Ländern suchte nach ihr. Interpol hatte sogar international nach ihr gefahndet. Schließlich wurde ihre Leiche in Kiew in der Ukraine gefunden – sie war mit Schussverletzungen tot aufgefunden worden. Zwei weitere Verdächtige wurden festgenommen.
Die Behörden in Monaco, Deutschland und der Ukraine arbeiten jetzt zusammen. Sie wollen herausfinden, wer hinter dem Anschlag steckt, woher der Sprengstoff kam und ob es Verbindungen zu ukrainischen Sicherheitsdiensten gibt. Die Polizei schließt ein terroristisches Motiv aus und ermittelt wegen versuchten Mordes.
Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Sicher ist nur, dass der Unternehmer nach der russischen Annexion der Krim mit Sanktionen belegt wurde, weil er dort Geschäfte gehabt haben soll. Ob das etwas mit dem Anschlag zu tun hat, wird noch geprüft.
