In Wien wurde ein 41-Jähriger angeklagt, der zur rechtsextremen Hooligan-Gruppe „Unsterblich Wien" gehören soll.

Was ist passiert? Die Staatsanwaltschaft Wien hat nach vielen Durchsuchungen Anklage gegen einen Mann erhoben, der zu der Hooligan-Gruppe „Unsterblich Wien" gehören soll. Diese Gruppe ist eine rechte Fangruppe rund um den Fußballverein FK Austria Wien. Der Verein hat die Gruppe schon 2013 ausgeschlossen und allen bekannten Mitgliedern Hausverbote erteilt. Trotzdem sollen Mitglieder weiterhin in der Öffentlichkeit mit Kleidung aufgetreten sein, auf der verbotene NS-Symbole zu sehen waren. Dem Angeklagten wird außerdem vorgeworfen, ein verbotenes Messer besessen zu haben, obwohl er keine Waffen haben darf.

Wer hilft? Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) hat jahrelang gegen die Gruppe ermittelt. Im September 2023 wurden 13 Verdächtige in Wien und Niederösterreich durchsucht. Auch der Fußballverein Austria Wien handelt: Er hat schon 2013 alle bekannten Mitglieder und Unterstützer der Gruppe mit Hausverboten belegt und arbeitet mit einem Maßnahmenkatalog gegen Radikalismus und Antisemitismus. Forscher wie Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes beobachten solche Gruppen und erklären ihre Hintergründe.