Umweltverbände schlagen Alarm: In der Elbe bei Hamburg gibt es gerade extrem wenig Sauerstoff – so wenig, dass viele Fische sterben könnten.
Stell dir vor, du müsstest in einem Raum atmen, in dem kaum noch Luft ist. Genau so geht es gerade den Fischen in der Elbe. An einer Messstation bei Finkenwerder wurde nur noch 1,4 Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser gemessen. Für Fische ist das extrem wenig – Experten sagen, bei so einem Wert ist die Lage akut lebensbedrohlich. Fischer haben bereits die ersten toten Tiere gefunden, darunter auch seltene Störe und vom Aussterben bedrohte Aale.
Die Umweltverbände NABU, BUND und WWF machen für das Problem vor allem den Ausbau der Elbe für große Schiffe verantwortlich. Durch das tiefere Ausbaggern der Fahrrinne verändert sich der Fluss. Das Wasser fließt anders, Schwebstoffe verteilen sich anders, und im Sommer entsteht dieses gefährliche „Sauerstoffloch". Im letzten Jahr dauerte es über 80 Tage, im Jahr davor sogar 90 Tage – Tendenz steigend.
