In Äthiopien hat die Regierungspartei von Premierminister Abiy Ahmed die Parlamentswahl gewonnen und kann nun weitere fünf Jahre regieren.

Am 1. Juni waren rund 40 Millionen Menschen in Äthiopien aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Drei Wochen nach der Abstimmung hat die Wahlkommission das Ergebnis bekannt gegeben: Die Partei von Premierminister Abiy Ahmed, die Wohlstandspartei, hat 438 von 501 Sitzen bekommen. Insgesamt waren 54 Millionen Menschen als wahlberechtigt registriert. Die Behörde sprach von einer hohen Beteiligung von 94 Prozent. In der nördlichen Region Tigray fand allerdings keine Wahl statt, weil dort seit Jahren Konflikte herrschen.

Internationale Helferinnen und Helfer versuchen seit dem Ende des Bürgerkriegs zwischen der Regierung und der Region Tigray im Jahr 2022, den Frieden wiederaufzubauen. Auch die Vereinten Nationen und verschiedene Menschenrechtsorganisationen beobachten die Lage in Äthiopien genau. Sie kritisieren, dass die Wahl in einigen Regionen wegen Straßenblockaden und Unsicherheit gar nicht richtig stattfinden konnte. In 143 Wahllokalen konnte aus Sicherheitsgründen gar nicht abgestimmt werden. Sie setzen sich dafür ein, dass in Zukunft alle Menschen in Äthiopien frei wählen können und die Spannungen zwischen den Regionen abnehmen.