In Deutschland bekommen immer mehr Erwachsene die Diagnose ADHS – Fachleute erklären, was das wirklich bedeutet.

Stell dir vor, du hörst zum ersten Mal von ADHS – und denkst an zappelige Kinder. Genau das war lange die gängige Vorstellung. Heute zeigen neue Daten: Auch bei Erwachsenen wird ADHS in Deutschland viel häufiger erkannt als früher. Zwischen 2015 und 2024 hat sich die Zahl der Diagnosen bei Erwachsenen fast verdreifacht. Besonders viele junge Erwachsene unter 40 Jahren sind betroffen.

Warum erst jetzt? Lange dachte man, ADHS verwächst sich im Erwachsenenalter. Erst ab den 1990er-Jahren wurde ADHS überhaupt bei Erwachsenen diagnostiziert. Viele Menschen wurden früher also einfach übersehen. Heute kennt man die Krankheit besser – und Ärztinnen und Ärzte erkennen die Symptome häufiger.

Was heißt eigentlich ADHS, und was ist ADS? Bei ADHS bist du sehr aktiv, unruhig und impulsiv. Bei ADS stehst du eher verträumt und unkonzentriert im Hintergrund. Beides lässt sich gut über viele Jahre ausgleichen, zum Beispiel durch ein stabiles Zuhause, das dich bei Hausaufgaben unterstützt. Erst wenn äußere Hilfen wegfallen, etwa im Job, wird das Problem sichtbar.