In Thüringen sind im Mai 19 rassistische Drohbriefe aufgetaucht, einige mit dem Label "NSU 2.0". Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung.

Was ist passiert? In Thüringen haben Unbekannte im Mai 19 Drohbriefe verschickt, in denen sie Menschen beleidigen und zu Gewalt aufrufen. 18 Briefe gingen in den Raum Eisenach, einer in den Raum Erfurt. Auf manchen Briefen stand "NSU 2.0" als Label, eine Anspielung auf die rechtsextreme Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund", die vor vielen Jahren zehn Morde in Deutschland verübte. Die Adressaten waren zum Beispiel Schulen, Polizeiwachen, Sportvereine, Stadtverwaltungen und Privatpersonen, unter anderem die Linke-Fraktion im Thüringer Landtag und ihr Chef Christian Schaft.