Ein Gericht in Frankfurt hat Meta zu 100.000 Euro Ordnungsgeld verurteilt, weil das Unternehmen falsche Vorwürfe gegen einen israelischen Soldaten auf Facebook zu spät gelöscht hat.
Was ist passiert? Auf Facebook wurde ein israelischer Soldat mit vollem Namen und Foto gezeigt. In dem Post stand, er habe Kriegsverbrechen begangen. Das stimmte nicht. Der Soldat, der in Deutschland geboren wurde, ging deshalb vor Gericht. Die Pressekammer des Landgerichts Frankfurt am Main hat Meta am 23. März 2026 verboten, diese Posts weiter zu verbreiten. Meta hat die Beiträge aber nicht sofort gelöscht, sondern erst am 8. und 10. April 2026. Das Gericht fand das zu spät und hat am 28. Mai 2026 ein Ordnungsgeld von 100.000 Euro festgesetzt.
Wer hilft? Das Landgericht Frankfurt am Main hat die Sache ernst genommen. Es hat deutlich gemacht, dass es für große Konzerne wie Meta kein Problem sein sollte, falsche und beleidigende Posts schnell zu löschen. Das Gericht sagte, Meta halte organisatorische Mängel sogar bewusst aufrecht. Damit schütze das Gericht die persönlichen Rechte des Soldaten und stelle klar, dass Internetkonzerne Gerichtsentscheidungen ernst nehmen müssen. Eine ähnliche Aufgabe haben auch andere Gerichte in Deutschland, die sich mit Fällen rund um Pressefreiheit und Persönlichkeitsrechte im Internet beschäftigen.
