Fast ein Jahr nach einem schweren Zugunglück bei Riedlingen steht nun fest, warum der Regionalzug entgleist ist: heftiger Regen hatte einen Hang ins Rutschen gebracht.

Was ist passiert? Am Abend des 27. Juli 2025 fuhr ein Regionalzug von Sigmaringen Richtung Ulm. In der Nähe des Ortes Zell-Bechingen – das gehört zu Riedlingen in Baden-Württemberg – rutschte Erde auf die Gleise. Der Zug sprang aus den Schienen, fuhr etwa mit Tempo 150 und krachte gegen einen Baum. Drei Menschen starben: der Lokführer, ein Auszubildender der Bahn und eine Reisende. 36 Fahrgäste wurden verletzt, einige davon schwer. Unter den Verletzten waren auch zwei Kinder, 7 und 13 Jahre alt.

Wer hat geholfen? Hunderte Einsatzkräfte waren im schwierigen Gelände unterwegs, um Menschen zu retten und Verletzte in Krankenhäuser zu bringen. Experten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) sicherten Spuren wie den Fahrtenschreiber und untersuchten die Schienen. Einige Tage später kamen rund 500 Menschen zu einem Gedenkgottesdienst in die Klosterkirche Zwiefalten. Auch Spitzenpolitiker wie der damalige Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder waren da. Stadtbrandmeister Stefan Kuc sagte, einige Einsatzkräfte hätten sich Hilfe geholt, um das Erlebte zu verarbeiten.