Am 10. Juni 2001 sagte ein Politiker in Berlin einen Satz, den heute viele kennen: "Ich bin schwul – und das ist auch gut so."
Was ist passiert? Vor 25 Jahren hat sich der Berliner Politiker Klaus Wowereit vor großem Publikum als schwul geoutet. Das heißt: Er hat öffentlich gesagt, dass er auf Männer steht. Damals war das für Politiker in Deutschland noch ungewöhnlich. Viele Menschen, die nicht hetero sind, haben sich damals nicht getraut, offen darüber zu reden. Wowereit hat das trotzdem gemacht. Sein Satz ging danach durch die ganze Republik und ist bis heute berühmt. Er sagte auch: "Dieser Satz kam spontan, er war nicht vorbereitet und stand auch nicht im Manuskript." Nach ihm haben sich weitere Politiker geoutet, zum Beispiel Guido Westerwelle von der FDP und Ole von Beust von der CDU in Hamburg. Auch im Sport haben sich seitdem mehr Menschen geoutet, etwa der Fußballer Thomas Hitzlsperger im Jahr 2014 und der Rennfahrer Ralf Schumacher im Jahr 2024.
