Bernd Wiesberger hat bei den Scottish Open nach einer starken ersten Runde am zweiten Tag völlig den Faden verloren.
Du hast vielleicht schon mitbekommen: Golf kann richtig grausam sein. Bernd Wiesberger aus dem Burgenland lag am Donnerstag mit einer 65 ganz vorne, dazu sagt man im Golf auch: geteilter erster Platz. Ein Tag später brauchte er plötzlich 78 Schläge auf dem gleichen Platz. Das sind dreizehn Schläge mehr als am Vortag und im Golf eine kleine Katastrophe. Am Ende stand Rang 118. Damit war die Reise für ihn nach zwei Runden leider schon vorbei, weil er den sogenannten Cut, das ist die Hürde, ab der man am Wochenende weiterspielen darf, nicht geschafft hat. Für Wiesberger war es das erste Mal seit August 2022, dass er bei einem Turnier der PGA-Tour, also der höchsten US-Tour, den Cut verpasst hat. Davor hatte er 78-mal in Serie über die Wochenendrunden gespielt.
Was war passiert? Der Platz in North Berwick an der schottischen Küste ist tückisch: Wind, schmale Fairways, knifflige Grüns, und das Par 70 verzeiht wenig. Wer an einem Tag nicht trifft, wird hart bestraft. Wiesberger hat am zweiten Tag zu viele Fehler eingebaut und konnte den Rhythmus der 65 nicht wiederfinden. Im Feld waren unter anderem Stars wie Scottie Scheffler, der Österreicher Sepp Straka und der Nordire Rory McIlroy. Für Wiesberger heißt es jetzt: kurze Pause, Kopf frei kriegen und beim nächsten Turnier angreifen.