In Wien wurden vier Polizisten vom Vorwurf freigesprochen, einen Mann in Polizeigewahrsam schwer verletzt zu haben.

Was ist passiert? Vor einem Wiener Gericht standen vier Polizisten, weil ein Mann behauptet hatte, er sei am 9. März 2025 in einer Polizeizelle geschlagen und getreten worden. Wenige Stunden später bekam er einen Schlaganfall. Das Gericht hat nun alle vier freigesprochen, weil die Beweise aus Sicht der Richterinnen und Richter nicht ausreichten, um eine Verurteilung sicher zu begründen. Ein Gutachten zeigte, dass der Schlaganfall zwischen 18 und 20 Uhr passiert sein muss. Die Aussagen des Mannes enthielten laut Gericht zu viele Widersprüche, um die Vorwürfe zweifelsfrei zu bestätigen.

Wer hilft? Menschenrechtliche Organisationen hatten den Fall aufmerksam beobachtet. Sie fordern, dass Vorfälle in Polizeigewahrsam genau untersucht werden. Auch die Gerichtsmedizin hilft mit, indem sie den genauen Zeitpunkt des Schlaganfalls feststellt. So soll sichtbar werden, was wirklich geschehen ist.