Durch die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Seestraßen der Welt, fahren kaum noch Handelsschiffe – wegen Spannungen in der Region.
Die Straße von Hormuz ist eine Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Durch sie wird ein großer Teil des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases transportiert. In den letzten Wochen war der Verkehr schon zurückgegangen. Nach neuen Vorfällen, bei denen ein katarischer Gastanker beschossen wurde und nun vor der Küste Omans liegen bleibt, fahren laut Fachleuten fast keine Handelsschiffe mehr durch die Meerenge. Das bestätigte auch Jorge Leon, ein Experte für Geopolitik beim Beratungsunternehmen Rystad Energy. Er sagte, die Lage zeige vor allem, wie groß die Angst der Reedereien vor Angriffen inzwischen ist.
Versicherer und Reedereien prüfen ihre Risiken: Sie beobachten, ob die Route wieder sicherer wird, und entscheiden dann, ob Schiffe sie wieder anlaufen. Internationale Stellen und Regierungen verhandeln im Hintergrund, um die Lage zu entschärfen und den Handel wieder zu ermöglichen.
