Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist die Zahl der Menschen auf der Flucht leicht gesunken, trotzdem warnt das UNO-Flüchtlingshilfswerk vor einer dauerhaften Krise.
Weltweit sind laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) rund 118 Millionen Menschen auf der Flucht – also vertrieben aus ihrer Heimat. Das klingt nach einer riesigen Zahl. Und sie ist es auch. Aber es gibt eine kleine, aber wichtige Nachricht: Erstmals seit zehn Jahren ist die Zahl der Vertriebenen im vergangenen Jahr leicht gesunken, und zwar um etwa vier Prozent auf 41,6 Millionen. Der Grund: Mehr als zehn Millionen Menschen konnten in ihre Heimat zurückkehren, vor allem in Ländern wie Afghanistan, Syrien und Sudan. Das ist gut, denn es zeigt, dass Konflikte manchmal nachlassen und Menschen wieder nach Hause können. Gleichzeitig warnt der UNHCR-Chef Barham Salih, dass viele Rückkehrerinnen und Rückkehrer gar nicht freiwillig zurückgingen, sondern zum Beispiel aus dem Iran oder Pakistan nach Afghanistan gedrängt wurden.
