Seit 1. Juli 2026 zahlen wir auf viele Grundnahrungsmittel weniger Mehrwertsteuer.

Seit dem 1. Juli 2026 gilt auf vielen Lebensmitteln ein niedrigerer Steuersatz. Die Mehrwertsteuer wurde von zehn auf 4,9 Prozent gesenkt. Das betrifft zum Beispiel Milch, Joghurt, Butter, Eier, Gemüse, Reis, Mehl, Brot und Salz. Bei Brot gibt es eine Sonderregel: Es muss sehr fettarm und zuckerarm sein, damit der günstigere Satz gilt. Viele Weckerl fallen also nicht in die Senkung.

Für eine achtköpfige Familie bedeutet das rechnerisch etwa 7,61 Euro weniger im Monat. Pro Einkauf sind das nur 76 Cent. Das klingt nicht nach viel. Die Mutter der Familie sagt, sie fühle sich „verarscht“, weil kleine Preiserhöhungen bei anderen Produkten das schnell wieder auffressen. Auch Wirtschaftsforscher wie der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo, Gabriel Felbermayr, finden die Wirkung „enttäuschend“. Die oppositionelle FPÖ spricht von „bürokratischem Chaos“.