Im ersten Halbjahr 2026 wurden weltweit so wenige Schiffe von Piraten angegriffen wie zuletzt 1992.
Eine internationale Organisation, die Internationale Handelskammer (ICC), zählt jede Piratenattacke auf Schiffen. Ihr Büro in London, das IMB, hat nun gemeldet: Zwischen Januar und Juni 2026 gab es nur 38 solcher Angriffe. Im Jahr davor waren es noch fast dreimal so viele. Damit ist die Zahl auf den niedrigsten Stand seit über 30 Jahren gefallen. Die meisten Vorfälle passierten in der schmalen Meerenge zwischen Singapur und Indonesien, durch die ein Drittel des Welthandels läuft.
Viele Menschen und Organisationen arbeiten daran, Schiffe sicherer zu machen. Patrouillenboote der Marine fahren durch gefährliche Gebiete, auf manchen Schiffen sitzen ausgebildete Sicherheitsleute, und Reedereien tauschen ihre Daten in Echtnis aus. Auch die ICC und ihr Büro IMB helfen, indem sie alle Vorfälle sammeln und veröffentlichen – so wissen Schiffe früh, wo es gerade riskant ist. Trotzdem wurden 67 Crewmitglieder als Geiseln genommen, eine Person wurde verletzt, und in drei Fällen kamen Schusswaffen zum Einsatz.
