Der Nationalrat hat ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten beschlossen, um junge Menschen besser zu schützen.
Was ist passiert? Der österreichische Nationalrat hat am Dienstag eine Änderung des Tabakgesetzes beschlossen. Einweg-E-Zigaretten – also die bunten Wegwerf-Vapes, die es überall zu kaufen gibt – werden damit noch dieses Jahr verboten. Das Verbot gilt sowohl für Produkte mit Nikotin als auch für solche ohne Nikotin. Auch der Verkauf von Nikotinbeuteln (sogenannten Pouches) an unter 18-Jährige ist dann nicht mehr erlaubt.
Warum ist das passiert? Die Regierung begründet den Schritt mit dem Jugendschutz. Laut Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig fangen immer mehr junge Menschen nicht mehr mit normalen Zigaretten an, sondern direkt mit E-Zigaretten. Die Produkte seien bunt, schmeckten süß und seien leicht zu bekommen. Außerdem gibt es ein Sicherheitsproblem: Die Lithiumbatterien in den Wegwerfgeräten landen oft im Müll und können auf Deponien Brände auslösen.
Was ändert sich konkret? Einweg-E-Zigaretten dürfen bald nicht mehr verkauft werden. Außerdem gilt ein Verbot für Werbung und Sponsoring sowie ein Versandhandelsverbot – das heißt, man kann sie online nicht mehr einfach bestellen. Für Nikotinbeutel werden künftig Regeln wie für Tabak gelten, mit möglichen Obergrenzen für den Nikotingehalt und Warnhinweisen. Wer Tabakprodukte auf Kinderspielplätzen wegwirft, muss ab dem 20. August mit einer Strafe von 500 Euro rechnen, bei Wiederholung bis zu 2.000 Euro.
