In den letzten Jahren wurden in mehreren Städten Strommasten, Umspannwerke und Bahnanlagen angezündet, und Zehntausende Haushalte hatten tagelang keinen Strom.
Was ist passiert? In München, Grünheide, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Reutlingen haben Unbekannte in den vergangenen Jahren gezielt Kabel, Strommasten und Bahnanlagen angezündet. In Berlin-Johannisthal im September 2025 fiel bei rund 50.000 Haushalten und Geschäften für etwa 60 Stunden der Strom aus. In Berlin-Lichterfelde dauerte der Ausfall im Januar 2026 sogar rund 100 Stunden, sodass Berlin den längsten Stromausfall seit dem Zweiten Weltkrieg erlebte. Auch eine große Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen wurde lahmgelegt, wodurch Züge ausfielen und Pendler stundenlang im Stau standen. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass Linksextremisten hinter mehreren dieser Taten stecken, und die Bundesanwaltschaft ermittelt in einem Fall sogar wegen Terrorismus-Verdachts.
Wer hilft? Feuerwehr, Polizei und Technikteams der Stromnetzbetreiber arbeiten bei solchen Vorfällen rund um die Uhr, um die Schäden zu begrenzen und die Versorgung wiederherzustellen. In den betroffenen Städten richteten Hilfsorganisationen Notrufnummern, Notunterkünfte und Versorgungspunkte für Menschen ein, die auf Strom angewiesen sind, etwa in Pflegeheimen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Bundesanwaltschaft versuchen, die Tätergruppen zu identifizieren und weitere Anschläge zu verhindern, etwa durch bessere Videoüberwachung und stärkeren Schutz von Umspannwerken.
