Ein Berliner Gericht hat die Buße gegen das große Wohnungsunternehmen Deutsche Wohnen stark gesenkt, weil es bei der Datenverarbeitung von Mietern Fehler gab.
Stell dir vor, du ziehst in eine neue Wohnung und gibst dem Vermieter deinen Ausweis und Infos zu deinem Gehalt. Diese Daten sollte der Vermieter eigentlich löschen, sobald der Mietvertrag läuft – sie werden ja nicht mehr gebraucht. Die Berliner Datenschutzbehörde fand heraus, dass die Deutsche Wohnen das zwischen 2018 und 2019 nicht richtig gemacht hat und wollte 14,5 Millionen Euro Buße verlangen. Bei Überprüfungen wurden 15 Einzelfälle entdeckt, in denen alte Mieterdaten zu lange gespeichert waren.
Das Gericht sagte: Ja, es gab einen Fehler, und das Unternehmen hätte schneller handeln müssen. Aber: Die Firma hat mit den Behörden zusammengearbeitet, ein großes IT-Projekt gestartet, um die Daten aufzuräumen, und sich nicht komplett geweigert. Deshalb hat der Richter Simon Trost die Strafe deutlich auf 900.000 Euro verringert. Er sagte: "Wir sehen den Verstoß in einem milderen Licht." Das Urteil ist aber noch nicht endgültig festgelegt und kann noch angefochten werden.
