Der südkoreanische Chip-Riese SK Hynix hat an der US-Börse ein riesiges Debüt gefeiert – und gleichzeitig vor einer extremen Knappheit bei Speicherchips gewarnt.

Speicherchips stecken in fast jedem Gerät, das wir nutzen: im Smartphone, im Laptop, in Spielkonsolen und in Servern, die KI-Anwendungen wie Chatbots antreiben. SK Hynix gehört zusammen mit Samsung und dem US-Unternehmen Micron zu den drei größten Herstellern der Welt. Ihr Chef Kwak Noh-jung hat nun gesagt: 2027 wird aus Sicht der Versorgung das schlimmste Jahr in der Geschichte der Branche. Die Nachfrage der Kunden werde die Produktionskapazitäten von SK Hynix noch weit über das Jahr 2030 hinaus übersteigen. „Die Nachfrage unserer Kunden steigt weiter, während unsere Kapazitäten begrenzt sind“, so Kwak.

Warum ist die Lage so angespannt? Während der Corona-Pandemie und in der Phase danach hatten Samsung, SK Hynix und Micron zu viel produziert und riesige Verluste gemacht. Also haben sie Fabriken gedrosselt und Investitionen gestoppt. Jetzt explodiert die Nachfrage – vor allem durch KI-Rechenzentren, die riesige Mengen an Hochleistungsspeichern brauchen. Gleichzeitig läuft die Umstellung vom älteren DDR4- auf den neueren DDR5-Standard, die technisch aufwendig ist und zusätzlich Kapazitäten bindet.