Die Vereinten Nationen schicken immer weniger Friedenstruppen in Krisengebiete, weil das Geld knapp wird und viele Länder nicht mehr mitmachen.

Im letzten Jahr waren weltweit nur noch 58 Friedensmissionen im Einsatz – so wenige wie seit 2016 nicht mehr. Knapp 79.000 Menschen trugen die blauen Helme, die Hälfte weniger als noch vor zehn Jahren. Das ist der tiefste Stand seit mindestens 25 Jahren.

Ein Grund: Den UN fehlen Milliarden, weil mächtige Mitglieder wie die USA oder China ihre Beiträge nicht pünktlich zahlen. Manche reiche Länder wollen bei solchen Missionen auch politisch nicht mehr so stark mitziehen. Die Forscherin Claudia Pfeifer Cruz vom Friedensforschungsinstitut SIPRI sagt: „Im Grunde sind die Staaten einfach weniger bereit, in Friedensmissionen zu investieren."

Wenn Blauhelm-Einsätze enden, bedeutet das für Menschen in Kriegsgebieten oft mehr Gewalt. Ohne die neutralen Truppen fehlt der Schutz, und Konflikte eskalieren leichter. Trotzdem hält die Expertin Friedensmissionen für „die beste Option zum Konfliktmanagement, die wir derzeit haben". Du kannst dir sicher sein: Es gibt noch Menschen, die daran arbeiten, dass Frieden nicht verloren geht.