Russland hat damit gedroht, Regierungsgebäude in Kyjiw anzugreifen, und fordert, dass alle ausländischen Diplomatinnen und Diplomaten die Stadt verlassen – doch die EU bleibt.
Russland hat am Montag gesagt, dass seine Armee bald wichtige politische und militärische Zentren in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw beschießen wird. Deshalb sollten alle Diplomatinnen und Diplomaten sowie andere Ausländer die Stadt so schnell wie möglich verlassen. Kurz zuvor hatte Russland Kyjiw bereits mit einer besonders gefährlichen Rakete, der Oreschnik, angegriffen. Dabei starben zwei Menschen und 91 wurden verletzt.
Die Europäische Union hat sofort reagiert und klargemacht, dass sie ihre Leute nicht aus Kyjiw abzieht. Katarina Mathernova, die Chefin der EU-Vertretung vor Ort, sagte, sie bleibe in der Stadt. Die EU bestellte den russischen Botschafter in Brüssel ein, um offiziell zu protestieren. Auch Deutschland tat dasselbe. Die ukrainische Regierung rief ihre Verbündeten dazu auf, sich nicht von Russland einschüchtern zu lassen. Gleichzeitig arbeiten die EU-Außenminister auf einem Treffen in Zypern an neuen Sanktionen, um den Druck auf Russland zu erhöhen.
Auch wenn du weit weg vom Krieg bist, kannst du etwas tun: Informiere dich aus vertrauenswürdigen Quellen und sprich mit Freundinnen und Freunden oder in der Schule darüber. Viele Hilfsorganisationen sammeln Spenden für Menschen in der Ukraine – vielleicht könnt ihr gemeinsam eine kleine Aktion starten. Wichtig ist, dass du verstehst: Demokratische Länder wie die EU-Mitglieder zeigen hier, dass sie Drohungen nicht nachgeben, um Frieden und Sicherheit in Europa zu schützen.