Englands Fußballer spielen im Aztekenstadion auf über 2.200 Metern Höhe – und die dünne Luft macht jedem das Atmen schwerer.

Stell dir vor, du rennst im Stadion, aber die Luft ist irgendwie „dünner“. Genau das passiert in großer Höhe. Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt liegt über 2.200 Meter über dem Meeresspiegel. Dort enthält die Luft zwar noch denselben Anteil Sauerstoff (etwa 21 Prozent), aber der Luftdruck ist niedriger. Du atmest also pro Atemzug weniger Sauerstoff ein als unten im Flachland.

Deshalb ermüden Muskeln schneller. Dein Körper braucht Sauerstoff, um Zucker in Energie umzuwandeln. Fehlt Sauerstoff, bleibt die Verarbeitung unvollständig, und es sammelt sich schneller Milchsäure an – deine Beine werden schwer. Fachleute sagen dazu „Sauerstoffschuld“.

Damit dein Körper sich an Höhe gewöhnt, braucht er Zeit. Zwei bis sechs Wochen Training oben können helfen, mehr rote Blutkörperchen zu bilden, die Sauerstoff transportieren. Richtig angepasst ist man laut Medizinern aber erst nach etwa drei Monaten. England hatte nur ein bis zwei Tage. Ihr Vorbereitungscamp lag in Florida auf nur vier Metern Höhe, das Turniercamp in Kansas City auf rund 280 Metern.