In Venedig haben mehrere Hundert Menschen gegen die Luxusjacht des US-Botschafters protestiert und dabei auch ihre Sorgen über Tourismus und Politik laut gemacht.
Was ist passiert? Der US-Botschafter in Italien, Tilman Fertitta, kam am Freitagabend mit seiner riesigen Yacht "Boardwalk" nach Venedig. Das Schiff ist 117 Meter lang und hat sogar zwei Pools und zwei Hubschrauberlandeplätze. Hunderte Menschen gingen deshalb auf die Straße. Sie fanden, dass so viel Luxus in einer Stadt, die ohnehin schon vom Massentourismus geprägt ist, einfach nicht in Ordnung ist. Die Polizei sperrte das Schiff ab, und als einige Protestierende näher herangehen wollten, gab es kurze Rangeleien.
Wer hilft? In Venedig organisieren sich seit Jahren Gruppen, die sich gegen Massentourismus und Luxus-Events wehren. Schon im letzten Jahr protestierten sie gegen die Hochzeit von Jeff Bezos. Diese Aktivistinnen und Aktivisten nutzen die Proteste, um auf die Probleme der Stadt aufmerksam zu machen: zu viele Touristen, zu hohe Mieten und zu viel Müll. Sie fordern, dass Venedig nicht zur Bühne für Milliardäre wird.
