Die Kunstbiennale in Venedig hat in diesem Sommer so viele Besucherinnen und Besucher wie seit Jahren nicht – trotz eines politischen Streits.

Venedig hat gerade eine riesige Kunstausstellung laufen: die 61. Biennale mit dem Titel „In Minor Keys“. Seit der Eröffnung am 9. Mai kommen etwa 20 Prozent mehr Leute als bei der Ausgabe im Jahr 2024. Vor allem am Wochenende stellen sich viele vor den beliebten Pavillons von Österreich, Japan und Spanien in lange Schlangen. Für die begehrtesten Zeitfenster gibt es oft keine Tickets mehr.

Gleichzeitig gibt es Ärger um das russische Ausstellungsgebäude. Es bleibt wegen der Sanktionen nach dem Angriff auf die Ukraine geschlossen. Die EU-Kommission hat deshalb vorgeschlagen, zwei Millionen Euro an Fördergeld vorerst einzufrieren. Die zuständige Vizepräsidentin Henna Virkkunen sagt, mit öffentlichem Geld müsse man demokratische Werte unterstützen.

Für Venedig ist die Biennale ein großes Ereignis: Hotels, Restaurants und kleine Läden in der Stadt profitieren von den vielen Gästen aus aller Welt. Bis zum Ende der Ausstellung rechnen die Veranstalter mit einem neuen Besucherrekord.