Die US-Regierung plant, viel weniger Geld direkt an Universitäten zu geben und stattdessen einzelne Forscherinnen und Forscher sowie KI-Projekte zu fördern.
Stell dir vor, dein Land gibt jedes Jahr sehr viel Geld für Forschung aus – zum Beispiel an Universitäten. Die USA machen das bisher auch so. Aber jetzt hat die US-Regierung einen neuen Plan: Sie will laut einem Bericht der Zeitung Wall Street Journal ungefähr 200 Milliarden US-Dollar pro Jahr anders verteilen. Dieses Geld soll nicht mehr hauptsächlich an die Universitäten fließen, sondern direkt an einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und an Projekte mit künstlicher Intelligenz, kurz KI.
KI ist eine Technologie, die Computern beibringt, Aufgaben zu übernehmen, für die normalerweise Menschen gebraucht werden – etwa Daten analysieren oder Texte schreiben. Die US-Regierung will fünf Milliarden US-Dollar gezielt in KI-Forschung stecken. Michael Kratsios, der Leiter des Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik im Weißen Haus, sagt, einzelne Forscher könnten KI in der Wissenschaft schneller voranbringen als ganze Universitäten.
Bisher bekommen vor allem Universitäten Forschungsgeld und verteilen es intern an ihre Wissenschaftler weiter. In Zukunft soll das Geld direkter an die Forschenden fließen, zum Beispiel über Stipendien oder Preise für kreative Köpfe. Auch Forscher an Universitäten können direkt Geld bekommen, ohne dass die Universitätsverwaltung viel mitentscheidet. Dadurch soll weniger Zeit für Bürokratie verloren gehen, also für Formulare, Anträge und Verwaltung.
