Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins unverändert gelassen, obwohl US-Präsident Trump auf eine schnelle Zinssenkung gedrängt hatte.
Stell dir vor, du sparst Geld auf der Bank und bekommst dafür Zinsen. Ähnlich funktioniert das auch bei großen Banken – nur andersherum: Wenn die US-Notenbank Fed den Leitzins erhöht, müssen sich Banken dort Geld teurer leihen. Das verteuert Kredite für Häuser, Autos oder Firmen, soll aber die Inflation – also steigende Preise – bremsen. Aktuell liegt der Leitzins in den USA zwischen 3,50 und 3,75 Prozent. Das ist der Bereich, den die Fed festlegt, um die Wirtschaft zu steuern.
Unter dem neuen Notenbank-Chef Kevin Warsh hat die Fed diesen Leitzins nun zum vierten Mal in diesem Jahr nicht verändert. Das war eine große Entscheidung, denn Trump hatte sich deutlich gewünscht, dass Warsh die Zinsen „sofort" senkt. Warsh wurde von Trump selbst in das Amt geholt, gilt aber eigentlich als „Inflationsfalke" – also jemand, der vor allem gegen hohe Preise vorgehen will. Genau das hat er nun getan: Er hat die Zinsen hoch genug gelassen, um die Inflation zu bekämpfen.
