Nach einer deutlichen Niederlage gegen Schweden hat Tunesien seinen Trainer ausgetauscht und einen erfahrenen Coach aus Frankreich geholt.

Bei einer Fußball-WM geht es für Nationaltrainer um ihren Job – und manchmal geht es ganz schnell. Tunesien hat am Dienstag seinen bisherigen Trainer Sabri Lamouchi freigestellt, nachdem das Team das erste WM-Spiel in Mexiko 1:5 gegen Schweden verloren hatte. Lamouchi war erst seit Januar im Amt und hatte in dieser Zeit nur ein Spiel gewonnen, ein 1:0 gegen Haiti. Dazu kamen Testspiel-Niederlagen gegen Belgien (0:5) und Österreich (0:1).

Die Lösung heißt Hervé Renard. Der Franzose ist 57 Jahre alt und bringt jede Menge Erfahrung mit: Er hat schon zwei afrikanische Mannschaften, Sambia und die Elfenbeinküste, zum Afrika-Cup-Titel geführt. Außerdem trainierte er die Frauen-Nationalmannschaft Frankreichs und zuletzt Saudi-Arabien, auch bei der WM 2022. Renard wird am Dienstag in Monterrey ankommen und sofort mit dem Team trainieren, denn das nächste Spiel steht schon am Sonntag um 6:00 Uhr MESZ gegen Japan an.