Die 18-jährige Österreicherin Lilli Tagger hat bei den French Open in Paris ihr erstes Hauptfeld-Match gegen die Chinesin Wang Xinyu in drei Sätzen verloren.

Du kennst das vielleicht: Wenn du etwas Neues trainierst, klappt es nicht sofort. Genau das hat Lilli Tagger erlebt. Sie ist nach ihrem Sieg bei den Juniorinnen im Vorjahr zum ersten Mal bei den Profis angetreten. In der Umkleidekabine standen plötzlich die großen Stars – ein aufregendes Gefühl, sagte sie lächelnd. Auf dem Platz kämpfte sie sich nach verlorenem ersten Satz zurück, gewann den zweiten, musste sich aber im dritten knapp geschlagen geben.

Spannend war, dass Lilli vor dem Turnier eine Menge an ihrer Vorhand verändert hat. Sie hat die Art, wie sie den Schläger hält (die sogenannte Griffhaltung), umgestellt, damit der Schlag insgesamt besser wird. Das ist ungefähr so, als würdest du beim Schreiben plötzlich die Hand wechseln – am Anfang ist es schwierig, aber mit Übung wird es immer besser. Lilli sagt: "Man probiert immer was zu ändern, weil man sich weiterentwickeln muss." Sie bewies schon, dass sie mit dieser neuen Technik sogar eine Spielerin aus den Top 25 besiegen kann.